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iba: Virtuelle Weltreise

Was macht es mit Brotteig, wenn er gestreichelt wird wie in der Bäckerei Joseph Brot in Wien? Wie werden in Reykjavik bei Sandholts Sauerteigbrote hergestellt? Wie geht es in der Tartine Bakery in San Francisco zu? Die iba (15. bis 20. September 2018) nimmt die Besucher mit auf eine virtuelle Reise durch Bäckereien rund um den Globus. „Wir haben ein Filmteam rund um die Welt geschickt, um dieses Pilotprojekt auf der Messe zeigen zu können und sind besonders stolz darauf, die digitale Kompetenz der iba dank neuester Technik erlebbar zu machen. Das wird großartig“, sagt Claudia Weidner, Projektleiterin der iba 2018.

Mit den virtuellen Bäckereibesichtigungen können Besucher mithilfe einer speziellen Brille in erfolgreiche Backstuben in aller Welt eintauchen. In 360-Grad-Kurzfilmen werden Konzepte, Arbeitsabläufe und die Menschen dahinter vorgestellt: Was zeichnet sie aus, was machen sie besonders und inwieweit können Messebesucher das auch für ihren Betrieb nutzen? In Sekundenschnelle befindet man sich im Herzen der Bäckerei von Jochen Baier in Herrenberg, Josef Hinkel in Düsseldorf, Josef Weghaupt in Wien, Chad Robertson in San Francisco, Ásgeir Sandholt in Reykjavik oder Vasilios Evangelou in Athen. „Mit den virtuellen Bäckereibesichtigungen nehmen wir iba-Besucher mit auf die Reise in berühmte Backstuben und stellen Erfolgskonzepte rund um den Globus vor“, schwärmt iba-Projektleiterin Weidner. Eines hätten diese Bäcker gemeinsam: Sie begeistern ihre Kunden mit richtig gutem Brot und tollen Ideen.

Vier der Bäckereien im Kurzporträt:

Tartine Bakery, San Francsico, USA: Täglich bilden sich lange Schlangen vor der Tartine Bakery von Chad Robertson, die mit ihren Backwaren, süßen Spezialitäten und Snacks zur festen Institution im Viertel geworden ist. „Wir sind Ganztagesbäckerei, Café, Restaurant, Bar und Eiscreme-Shop“, erklärt Robertson. Und die Besucher sind immer mittendrin. Die gesamte Produktion ist hinter Glas. Gebacken wird den ganzen Tag über. Bei Tartine beginnen die Bäcker am Morgen um 4.30 Uhr. Dann geht es in kleinen Mengen weiter, so dass es immer frische, warme Backwaren direkt aus dem Ofen gibt. „Das ist mit der Zeit eines unserer Markenzeichen geworden.“ Auf Kreativität legt er großen Wert, sucht immer nach neuen Rezepten, neuen Zutaten und neuen Ideen. Diesen Spaß wolle er auch in die Bäcker-Community bringen, auch durch die iba.Virtual Bakery Tours.

Sandholt Bakery in Reykjavik, Island: Die Sandholt Bakery von Ásgeir Sandholt ist eine der ältesten noch existierenden Bäckereien des Landes. Sandholt zählt zu den besten Bäckern und Konditoren der Welt. Er besinnt sich auf Traditionen und setzt auf echtes Handwerk. Seine Spezialitäten: Sauerteigbrote, Gebäck, Kuchen, hausgemachte Limonaden, Craft Biere und Pasta. „Mir ist wichtig, dass alles authentisch und ehrlich hergestellt wird. Deshalb wird alles selbst angesetzt, Prozesse werden nicht verkürzt und auch keine Backmischungen verwendet.“ Stattdessen lasse er den Teigen Zeit. Zeit zu reifen und sich zu entwickeln. Zeit, die es braucht, um erstklassige Ergebnisse zu erzielen.

 

 

Joseph Brot, Wien, Österreich: Streicheleinheiten sind Josef Weghaupt, Inhaber von Joseph Brot in Wien, für sein Brot ganz wichtig. In seiner Manufaktur werden Teige in aller Ruhe und sanft geknetet. Das bringe schöne Luft in den Teig. Sein Konzept: hundertprozentige Handarbeit, biologische Zutaten aus Österreich, sehr viel Zeit und Leidenschaft. „Ich will echtes Brot machen. Hier geht es nicht um den Preis, sondern ausschließlich um Genuss und Qualität.“ Das Doppelbacken mache sein Brot besonders einzigartig. Er verkauft es in inzwischen vier Filialen in Wien. „Es kommen Kunden zu uns, die sagen, das Brot schmecke wie früher. Da bekomme ich Gänsehaut, weil ich weiß, dass wir einen guten Job gemacht haben.“

 

 

Bäcker Baier, Herrenberg, Deutschland: Für Jochen Baier, Inhaber von Bäcker Baier bei Stuttgart, war schon immer klar, dass sein Betrieb nur überlebt, wenn er zur Marke wird. So hat Baier 2016 ein neues Backhaus mit Laden und großem Café eröffnet, das die 180 Jahre lange Backtradition seiner Familie und neueste Technologie verknüpft. Sein Anspruch sei es nicht, groß zu werden oder zu filialisieren, sondern gutes Brot zu backen. Täglich werden hier Brot und Backwaren für die zwei Läden in der Stadt und Lieferkunden wie Bio-Märkte, Metzger und Gastronomen gebacken. Baier setzt auf gute Rohstoffe und Urgetreide aus der Region. „Wir arbeiten mit einem der ältesten Bauernhöfe in Baden-Württemberg zusammen, der für uns das Getreide anbaut. Alte Sorten, die es heute kaum noch gibt.“

Die iba.Virtual Bakery Tours erleben Besucher am Stand des Deutschen Brotinstituts in Halle B3. Dort können sie sich mit den neuesten Oculus GO Brillen auf die Reise machen. Wer den Bäckerprofis nicht nur virtuell, sondern auch in der Realität begegnen und mehr Informationen über ihr Konzept erhalten möchte, sollte die Panel Discussion am Sonntag, 16. September 2018 von 15:30 bis 16:25 Uhr in der iba.SPEAKERS CORNER (Halle A1) besuchen.

Alle Info dazu gibt es hier.

Foto: GHM