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Getreideernte 2016

„Die deutschen Bauern blicken zuversichtlich auf die in diesen Tagen beginnende Getreideernte“, sagte Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes. Ein im Vergleich zu den Vorjahren in weiten Teilen günstigerer Witterungsverlauf habe eine gut durchschnittliche Getreideernte heranwachsen lassen. „Die wirtschaftliche Situation der Ackerbaubetriebe ist wegen der niedrigen Preise für Getreide und Raps jedoch angespannt.“ Umfragen unter den 18 Landesbauernverbänden zu ihren aktuellen Ernteschätzungen lassen eine Getreideernte von 47 bis 48 Millionen Tonnen erwarten.

Regional gibt es Ernteschäden durch Unwetter, Starkregen und Hagel. Derzeit sind bundesweit fast 200.000 Hektar betroffen, rund dreimal soviel wie in den vergangenen Jahren, so der Bauernverband. Zar könne das Vorjahresergebnis in Höhe von 48,9 Millionen Tonne Getreide damit aller Voraussicht nach nicht ganz erreicht werden, aber die Erntemenge wird sich im Bereich des fünfjährigen Mittels bewegen.

Die Getreideanbauflächen sind mit 6,4 Millionen Hektar gut 100.000 Hektar kleiner als 2015. Für Winterraps rechnet der Bauernverband mit einer Erntemenge auf Vorjahresniveau, rund fünf Millionen Tonnen. Der leichte Flächenzuwachs auf 1,33 Millionen Hektar wird durch im Vergleich zur Vorjahresernte etwas niedriger erwartete Erträge ausgeglichen.

Die bundesweit sehr unterschiedlichen Vegetationsbedingungen mit sehr ungleichmäßig verteilten Niederschlagsmengen spiegeln sich naturgemäß in den Ertragserwartungen wider. Schwierig gestaltet sich weiterhin die Preisentwicklung an den Getreidemärkten. Mit durchschnittlich 140 Euro pro Tonne Brotweizen am Ende des Wirtschaftsjahres 2015/16 war das Preistief des Frühjahrs 2016 durchschritten, jedoch erzielten Erzeuger etwa 20 Euro pro Tonen weniger als zum Vorjahreszeitpunkt. Die Erzeugerpreise für Getreide liegen zum Erntestart 2016 erneut 10 bis 15 Prozent unter Vorjahr. Einzig beim Raps konnte das Preisniveau des Vorjahres mit sechs Prozent leicht übertroffen werden.

Foto: DBV-Präsident Joachim Rukwied auf dem Mähdrescher.

Quelle: Deutscher Bauernverband