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Kamps in Saudi-Arabien

Rekordumsätze von bis zu 12.000 Euro täglich in einer Filiale – das Konzept „Kamps-Backstube“ der Schwalmtaler Bäckerei-Marke scheint aufzugehen. Im Februar und April 2016 eröffnete das Unternehmen zwei Filialen von „Kamps Backstube – The German Bäckerei“ in der saudi-arabischen Millionenmetropole Riad – 300 bzw. 450 Quadratmeter große Stores in Einkaufszentren. Franchise-Partner vor Ort ist eine Tochterfirma der Fawaz Alhokair Gruppe; in Saudi-Arabien bekannt als Betreiber von 13 Shoppingcentern mit mehr als 20.000 Mitarbeitern.

Das Sortiment in Riad umfasst ein Großteil des deutschen Kamps-Basis-Sortiments mit einem besonders großen Angebot an Feinbackwaren, Brot und Snack-Miniaturen. Preislich orientiert man sich am gehobenen Mittelsegment und zielt vor allem auf die mittleren und gehobenen Einkommensschichten. Die Preise für Brot und Feinbackwaren liegen deutlich bis erheblich über den deutschen Preisen. Ein Brot kostet zwischen vier und fünf Euro. Ein Snack geht für fünf bis sieben Euro über die Theke.

Die Teige für die Produkte werden zentral in Schwalmtal zubereitet und derzeit einmal im Monat per Schiff nach Saudi-Arabien verschifft. An dem dazu nötigen Verfahren zur Vorbereitung der Teige hat Kamps nach eigenen Angaben jahrelang gearbeitet. Der Wachstumsplan von Kamps und Fawaz Alhokair ist ambitioniert: bis zu zehn Outlets sollen jährlich entstehen, alle in Saudi-Arabien.

Die Kamps GmbH blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2015 zurück. Das Unternehmen erzielte in Deutschland einen Umsatz von 78 Millionen Euro, ein Plus von 2 Prozent auf bestehender Fläche. Die Groupe Le Duff, seit Mai 2015 Mehrheitsgesellschafter von Kamps, gehört mit mehr als 1.600 Bäckereien und Cafés zu den weltweit größten Konzernen im Bereich Café- und Bäckerei-Konzepte und erzielte 2015 einen Umsatz von mehr als 2 Milliarden Euro.