Rückschlag für Inselbäckerei?
Im Bieterwettbewerb um das Gebäude der insolventen Bäckerei auf Helgoland hat die Inselgenossenschaft einen Rückschlag erlitten. Der zuständige Insolvenzverwalter gab den Zuschlag an einen Dritten, der das Angebot der Bietergemeinschaft um Vorstand Adrian Wolf (l.) und Bäckermeister Mario Peterscheck (r.) um 110.000 Euro übertroffen hat. Seit der Insolvenz der vorherigen Bäckerei vor zwei Jahren kämpfen Insulaner darum, dass auf Helgoland wieder handwerklich gefertigte Brote, Brötchen und süße Teilchen gebacken werden.
Die Inselgenossenschaft hatte sich Mitte Dezember gegründet, nachdem die Suche nach einem Nachfolger erfolglos geblieben war. Inzwischen haben mehr als 120 Insulaner sowie viele Urlauber und Interessierte Anteile zu je 150 Euro gezeichnet. Rund 800.000 Euro Eigenkapital kamen dadurch eigenen Angaben zufolge zusammen. Ziel ist, bis zum Frühsommer 2027 eine Bäckerei mit Café zu eröffnen. Nach einer Risikobewertung im März hat die Initiative bereits weitere Möglichkeiten geprüft. Sie favorisiert nun den Umbau einer anderen Immobilie. Entsprechende Gespräche mit drei möglichen Anbietern werden geführt. Für die Zwischenzeit sucht die Initiative nach einer Instore-Lösung. “Wir müssen ins Backen kommen”, sagt Mario Peterscheck.
Foto: Inselgenossenschaft Helgoland
