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ZV gegen Selbstverpflichtung

Zentral Verband des deutschen Bäckerhandwerks

Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e.V. wird der geplanten Vereinbarung zur Reduktion des Verbrauchs an Plastiktüten zwischen dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und dem Handelsverband Deutschland (HDE) nicht beitreten.

Die Vereinbarung sieht vor, dass Plastiktragetaschen künftig nur noch kostenpflichtig abzugeben sind bzw. die Abgabe auf 40 Taschen pro Person und pro Jahr bis Ende 2025 festgelegt wird. Zusätzlich müssen die teilnehmenden Betriebe detaillierte Angaben über sämtliche abgegebene Tragetaschen machen auch für Taschen aus Papier und Baumwolle. Diese nicht unerhebliche Dokumentationspflicht war am Ende für die Entscheidung ausschlaggebend. Der Zentralverband steht jedoch hinter dem Ziel der Vereinbarung und sucht nun nach anderen Wegen, um die Reduktion des Verbrauchs an Plastiktüten zu koordinieren und so die Umwelt zu entlasten.

„Wir als Zentralverband können und wollen nicht einseitig einer Selbstverpflichtung beitreten, für deren Unterzeichnung wir kein Mandat durch unsere Mitgliedsbetriebe haben. Die Entscheidung über die Frage, ob Kunststofftragetaschen nur noch kostenpflichtig ausgegeben oder Alternativen wie Papiertüten verwendet werden, liegt in der unternehmerischen Freiheit des einzelnen Betriebes. Wie das grundsätzlich erstrebenswerte Ziel erreicht werden kann, muss jeder Unternehmer für sich selbst entscheiden“, kommentiert Bäckerpräsident Michael Wippler.